Indikationsplomben, Sicherheitsplomben, Hochsicherheitsplomben, ISO17712:2013

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Digitalisierung von Sicherheitsplomben mit SEAL CAPTURE

Sicherheitsplomben mit SEAL CAPTURE

Steigern Sie Ihre Produktivität durch Sicherheitsplomben in Kombination mit der Smartphone App SEAL CAPTURE. Genau wie für Plomben, gilt auch für die App, dass sie sehr einfach und ohne technische Kenntnisse nutzbar ist. So profitiert jedes Unternehmen von bis zu 95% schnelleren Arbeitsschritten, einer sehr hohen Datensicherheit und drastischer Reduzierung von Fehlern. Dabei kann jeder Mitarbeiter zum Einsatz kommen, egal welche technischen oder sprachlichen Kenntnisse vorhanden sind, während Fremde keine Chance haben auf Ihre Daten oder Arbeitsschritte zuzugreifen. Alle gesammelten Daten stehen dem Unternehmen binnen Sekunden strukturiert (z.B. im Excel Format) zur Verfügung.

SEAL CAPTURE verbindet traditionelle Arbeitsweisen mit modernster Technologie

SEAL CAPTURE

Was sind Sicherheitsplomben?

Vorab, Sicherheitsplomben sind kein Ersatz für Schlösser oder sonstige Verriegelungen, sondern Indikatoren, die einen Zugriff anzeigen.
Sicherheitsplomben sind spezielle Lösungen, die jede für sich Schutzmechanismen tragen, die ein Entfernen ohne Spuren zu hinterlassen (erheblich) erschweren bzw. verhindern.

Was macht eine Sicherheitsplombe?

Sicherheitsplomben werden verwendet, um anzuzeigen, dass etwas geöffnet wurde. Dahinter, dass etwas nicht geöffnet wurde, steht immer ein Versprechen. Solange die Plombe intakt ist, gilt z.B. die Kühlkette wurde nicht unterbrochen, der Inhalt ist komplett, der Inhalt wurde nicht kontaminiert, die Ware ist Original, der Sender ist vertrauenswürdig, das Dokument wurde nicht verändert, der Zähler wurde nicht modifiziert, usw..

Wie werden Sicherheitsplomben richtig verwendet?

Sicherheitsplomben verwenden spezielle Verschluss- bzw. Selbstzerstörungsmechanismen, die nach dem Öffnen nicht mehr rückgängig gemacht werden können, der Vorgang ist irreversibel. Daher sind alle Plomben nur einmalig nutzbar!

Dokumentation der Sicherheitsplomben

Für den richtigen Einsatz einer Plombe ist eine ordentliche Dokumentation notwendig. Die meisten Plomben verfügen dazu über eine einzigartige Nummerierung (numerisch oder alphanumerisch), manchmal erweitert um graphische Merkmale, wie z.B. ein Firmenlogo. Neben Plombentyp und Farbe gehört diese Nummer zur Dokumentation und bietet so den eindeutigen Nachweis für die Einhaltung des Versprechens.
Die Farbe der Plombe wird für eine gute Erkennbarkeit gewählt (z.B. gelb oder rot als Warnfarben), zeigt einen Prozess an (z.B. Farbe eins für Behälter mit ausgehender Ware, Farbe zwei für Behälter mit eingehender Ware), steht für eine Zugehörigkeit (Abteilung, Handwerk, etc.) oder steht für das Corporate Design einer Firma.
Barcodes ermöglichen die automatisierte Erfassung der Plombennummer.

Indikativplomben oder Sicherheitsplomben?

Je nach Grad der Stabilität werden Plomben in Indikativplomben oder Sicherheitsplomben unterteilt.
Während Indikativplomben vor allem eine sichtbare Funktion haben und leicht entfernbar sind (z.B. Komplettierung eines Notarzt Koffers, der Arzt kann die Plombe mit einem Finger entfernen), verbinden Sicherheitsplomben manchmal auch funktionelle Aufgaben (z.B. Verschliessen von Säcken oder Türen, entfernen mit einem Messer oder Seitenschneider möglich) und sind entsprechend stabiler.

ISO17712:2013 / Hochsicherheitsplomben

Eine besondere Kategorie stellen Hochsicherheitsplomben dar. Für diese Plomben müssen Nachweise einer vorgegebenen Mindeststabilität erbracht werden. Ausserdem muss die Produktions- und Vertriebskette nachweisbar sein. Die Vorgaben dazu werden in der ISO17712:2013 beschrieben und die Plomben nach erfolgreichem Audit mit einem (H) markiert. Hochsicherheitsplomben werden entsprechend in reglementierten Bereichen eingesetzt, wie z.B. Verzollung von Containern im internationalen Versand.
WICHTIG: Eine ISO Norm stellt keine Zertifizierung dar (www.iso.org), sondern beschreibt einen Standard für Material und Vorgänge, der von autorisierten Prüfern per Audit bestätigt werden muss. Ein Prüfzertifikat wird von diesen unabhängigen Prüfern, und daher nicht von den Herstellern, erstellt.

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Plomben Bedeutung, die historische Entwicklung

Schon vor rund 2000 Jahren haben die Römer Plomben aus Blei genutzt (Plumbum, lat.: Blei), wie Funde in Trier beweisen, und so die Idee und den namentlichen Grundstein für die heutigen Sicherheitsplomben gelegt. Der Begriff Plombe wurde jedoch aus dem französischen plomber abgeleitet, welches wiederum vom altfranzösischen plomer („mit Blei versehen“) stammt. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Wort Plombe ins Deutsche übernommen.

Währenddessen wurden im 14. Jahrhundert in Europa Wachssiegel genutzt, um meist mit einem Siegelring, Wachs und einem Band die Echtheit eines Dokuments nachzuweisen.

Die Durchziehplombe entsteht

In der jüngeren Geschichte markiert 1958 den ersten Meilenstein für unsere heutigen Plomben. In dem Jahr wurden von Thomas & Betts, einem Elektrounternehmen, Kabelbinder unter dem Markennamen Ty-Rap entwickelt. Ursprünglich wurden sie für Flugzeugkabelbäume entwickelt. In der damaligen Ausführung wurde eine Metall-Zahnung für den Verschluss verwendet, welche immer noch erhältlich ist. Typischerweise werden Kabelbinder jedoch heute hauptsächlich aus Polyamid 6.6 (Nylon) gefertigt. 

Da man Kabelbinder mit einer Nadel wieder öffnen kann, wurden bessere Verschlüsse entwickelt und Beschriftungsfelder (in den 80-er Jahren) mit eindeutiger Nummerierung hinzugefügt. Dies beschreibt schon die Funktion einer Durchziehplombe, während unterschiedliche Materialien und Verschlusstypen heute die Vielseitigkeit solcher Plomben ermöglichen. Fixe Verschlüsse, also Plomben, die nicht wie ein Kabelbinder zusammengezogen werden können, werden heute als Fixlängenplomben vermarktet.

Moderne Sicherheitsplomben

Kabelbinder gab es zwar auch schon früher aus Metall, aber die heute als Metallplomben spezifizierten Plomben, wie Drahtseilplomben und Containerplomben, folgten erst in den 90-er Jahren.
Mittlerweile werden Plomben immer vielseitiger, bunter und funktioneller. So führt die Beschriftung mit Barcodes zu schnelleren und fehlerfreien Anwendungen (z.B. SEAL CAPTURE ), die Verbreitung mobiler und stationärer elektronischer Systeme erlaubt aber auch die Nutzung von RFID und NFC mit Plomben.

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